Stefanie Raschke

Seminar - Berlin 2009

Ich war eine der Teilnehmerinnen des Pilotprojektes des Seminars von Felix. Nun ist das Seminar zu Ende- also Zeit für einen Erfahrungsbericht.
Allerdings lässt sich das, was ich in den letzten 6 Monaten erlebt habe, nur schwer in Worte fassen. Man muss es selbst erlebt haben! Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nicht immer funktionierte alles bei der Vorbereitung des eigenen seminarbegleitenden Projektes reibungslos. Manchmal flossen sogar einige Tränen. Aber dafür wurden andere Dinge möglich, die ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte.
Als ich mit einer Freundin im März das erste Mal in das Studio auf dem Kaiserdamm kam, war ich zwar stolze Besitzerin einer Spiegelreflexkamera, hatte aber nicht viel mehr als Urlaubsbilder damit gemacht… abgesehen von einigen, wie Felix es nannte „künstlerisch fragwürdigen Sepiabildern“ - ich hatte also keine Ahnung von Fotografie und schon gar nicht von konzeptioneller. Meiner Freundin ging das nicht anders.
Das dürfte Felix auch oft genug zu spüren bekommen haben, trotzdem beantwortete er auch jede noch so „doofe“ Frage. Auch nahm er sich viel Zeit, auf spezielle Probleme zu den Projekten der einzelnen Kursteilnehmer einzugehen. Dabei ging es nicht nur um die reine Kameratechnik, sondern uns wurde schon in der ersten Stunde an eingeimpft: „Konzept! Konzept! Konzept! Ohne geht es nicht!“ - Naja, es geht schon, aber man sieht eben einen himmelweiten Unterschied. Er übertrug seine Begeisterung für die konzeptionelle Fotografie auf uns und schaffte es in kürzester Zeit, uns davon zu überzeugen, dass mit einem guten Konzept das Fotografieren an sich viel leichter wird.
Auch wenn Felix uns auch oft ins kalte Wasser geworfen hat, was sicherlich wiederum zu seinem Konzept gehörte ?, muss ich doch sagen, ich habe unwahrscheinlich viel in diesem halben Jahr gelernt: Nicht nur, was Lichtführung, Kameratechnik und Photoshop betrifft, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit Modellen, Designern, Agenturen & Visagisten- und das nicht nur durch bloße Erzählungen eines Berufsfotografen, sondern eben auch durch eigene praktische Anwendung.
Felix ist es gelungen, das Beste aus jedem von uns Seminarteilnehmern „herauszukitzeln“, indem er uns Aufgaben stellte, uns über unsere eigenen Schatten springen ließ und dennoch immer dann für einen da war, wenn man selbst fast verzweifelte, weil man nicht weiterkam oder nicht weiterwusste.
Als Resümee kann ich festhalten: Ich habe inzwischen einige graue Haare mehr, aber es lohnt sich (trotzdem) auf jeden Fall für jeden, egal ob Anfänger oder Berufsfotograf, dieses Seminar zu besuchen. Es wird Höhen und Tiefen geben, aber zum Schluss wird man um viele tolle Erfahrungen reicher glücklich vor seinen eigenen Bildern in der Gemeinschaftsausstellung stehen und zumindest ein klitzekleines bisschen stolz auf sich sein, als Anfänger vor allem auch, weil man sich eben „durchgebissen“ hat.